Faces of Rennschmiede #19

Männer und Frauen, Wirtschaftler:innen und Techniker:innen, Kreativköpfe und Logiker:innen, typisch schwäbisch-badisch, aber auch multikulturell: Vielfältiger könnte unser Team kaum sein.

Doch welche verschiedenen Persönlichkeiten und Gesichter stecken eigentlich hinter der Rennschmiede?


Seit elf Semestern ist Alex ein Teil der Rennschmiede, dadurch hat er natürlich schon ziemlich viel erlebt. Er erlebte den Wechsel von Verbrenner zu E-Auto mit und war schon Teil von den diversesten Subteams.
Wie er vor fast 6 Jahren zur Rennschmiede kam und was seine prägendsten Erlebnisse waren, lest ihr hier:

Einblicke in die Rennschmiede von Alex, let’s go!


Wie bist du damals dazu gekommen, der Rennschmiede beizutreten? 

In meiner Jugend hatte ich mich schon immer für Autos interessiert. Deshalb war es für mich nach der Vorstellung der Rennschmiede in mehreren Vorlesungen klar: Da schau ich mal vorbei. Zusammen mit einem frisch kennengelernten Kommilitonen sind wir also dann zum Kennenlernen und Hot-Dogs essen vorbeigekommen und bis heute geblieben. 

Was war dein erster Eindruck von den Mitgliedern und hat sich dieser später bestätigt? 

Zu Beginn wirkten die alteingesessenen Mitglieder erstmal sehr verschlossen. Durch meine Ausbildung hatte ich aber den Vorteil, mich sehr schnell in die Fertigung des Fahrzeugs einbringen zu können und so die ganzen Mitglieder näher kennenzulernen. 

Was genau machst du in der Rennschmiede und was sind deine konkreten Aufgaben? 

Eigentlich alles, was gerade so ansteht. Jetzt, in meiner letzten Saison, lasse ich es etwas langsamer angehen und helfe aus, wo es gerade brennt. In der Vergangenheit habe ich aber fast alle technischen Subteams schon durch. Zurzeit betreue ich unsere E-Maschinen, bin für die Chassis Konstruktion verantwortlich und helfe überall in der Konstruktion, wo ich kann. Außerdem bin ich Vertrauensperson, das bedeutet ich versuche bei Sorgen oder Problemen von und zwischen Mitgliedern zu vermitteln und Lösungen zu suchen.  

Welche Aufgaben findest du am coolsten/spannendsten und was nervt manchmal?

Auch wenn es erstmal kontraintuitiv klingt: Das spannendste ist es eigentlich spontane Lösungen für Probleme zu finden, dessen Existenz man vorher gar nicht erwartet hat. Allgemein ist es aber an allem spannend zu arbeiten und das Team voranzubringen.  

In welche Aufgabenbereiche schaust du sonst gerne rein?  

Bei den Leuten von Statics oder Marketing schau ich immer gerne vorbei und gebe Input, wenn ich kann. Allgemein bin ich aber in allen Subteams unterwegs, je nachdem wo es mich hinzieht oder brennt. 

Was war dein bisher schönstes Erlebnis in der Rennschmiede?  

Da gab es bisher zwei. 2019, als wir in FSG das Endurance erfolgreich beendet und damit unseren letzten Verbrenner verabschiedet haben. Dieses Erfolgserlebnis hat mich die nächsten Jahre weiter angetrieben, um dem Team dieses Gefühl nochmal geben zu können. 2023 war es Kroatien dann endlich so weit und wir konnten wieder ein Endurance, diesmal mit einem E-Fahrzeug, beenden. Zusätzlich dazu konnten wir auch noch in der Efficiency den ersten Platz holen. Das Gefühl, in einer dynamischen Disziplin den ersten Platz zu holen, war unbeschreiblich. Meine Stimme hat sich erst nach 3 Tagen von den Freudenschreien erholt 🙂 

Gibt es auch etwas, worauf du nicht so gern zurückschaust und wenn ja, was?  

2020, als die Pandemie losging, war die Moral und Motivation im ganzen Team sehr niedrig, auch bei mir. Durch die Ungewissheit, wann es wieder normal weiter geht, haben wir sehr viel Zeit in der Entwicklung und Fertigstellung verloren. Dementsprechend war 2021 unser erstes E-Auto nicht so, wie wir es uns alle erhofft hatten. Dafür hat es die Motivation weiter hochgetrieben, es nächstes Jahr noch besser zu machen. 

Was könnte man deiner Meinung nach in der Rennschmiede noch verbessern?  

An sich sind wir ein gutes Team, wir reden viel miteinander, wir arbeiten gut als Team zusammen. Allerdings würde ich mir manchmal wünschen, dass alle Leute, die sich dem Projekt widmen 110% geben, um jedes Jahr das Bestmögliche rauszuholen. Aber sonst bin ich im Ganzen relativ zufrieden. 

Worauf freust du dich in der kommenden Saison/Zeit am meisten?  

Ich freue mich darauf, dass das diesjährige Fahrzeug an die Erfolge, die wir letztes Jahr hatten, anknüpfen kann. Auch auf die Zeit während des Testens freue ich mich besonders, um das Fahrzeug bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten. Das macht immer besonders viel Spaß. Außerdem freue ich mich darauf noch so viel Wissen, wie ich kann, an neue Mitglieder weiterzugeben, bevor ich am Ende dieser Saison mit der Formula Student aufhören werde.  

Danke, Alex!

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